„Suche immer zu nützen! Suche nie, dich unentbehrlich zu machen.“

Marie von Ebner-Eschenbach

KjG Heilig-Kreuz, Rastatt-Rheinau

72 Stunden - Ohne Kompromiss

Es ist eine simple Idee, die diese Aktion so einzigartig macht. Eine Gruppe bekommt eine Aufgabe und hat 72 Stunden Zeit diese zu lösen. Besonders wird es aber dadurch, dass auch hunderte andere Gruppen im ganzen Aktionsgebiet zur gleichen Zeit auch ihre Aufgabe lösen.

Pünktlich wurde die Aufgabe bekanntgegebenWir sollten das Kindergarten-Außengelände umbauenSo sah Gelände zu Beginn der Aktion noch ausDer Zaun musste als Erstes weichenDer erste Spatenstich ist getanWährend draußen schon gerodet wurde......liefen drinnen die PlanungenNach Einbruch der Dunkelheit......sorge das THW für LichtEs wurde noch eine Weile gearbeitetStarke Männer an 400-Kilo-BetonelementenDie Nacht wurde fast zu TageDas Feierabendbierchen......in gemeinsamer Runde hatten wir uns dann redlich verdient

Im Jahre 2005 haben wir uns zur 2. Auflage der Aktion auch angemeldet. Für uns war klar, dass wir etwas handwerklich brauchen, etwas wo man anpacken kann. Trotzdem mussten wir zunächst schlucken als man uns eröffnete, dass es unsere Aufgabe sei, eine Hälfte des Außengeländes des Kindergartens nahezu komplett umzugestalten und erheblich zu vergrößern. Hierzu mussten eine Menge Erdreich und 400 Kilo schwere Betonelemente bewegt werden, glücklicherweise hatten wir ein Baggerfahrer, der uns dabei half.

Der Bagger wühlte sich durchs GeländeAdam nahm sich des Stampfers anDer viele Kies......musste zunächst verdichtet werdenKurze Pause......bevor es mit schwerem Gerät weitergingJedeR packte mit an......und der neue Zaun nahm langsam Gestalt anJoe hatte sich taktisch klug verletzt ;-)Ohne Bagger hätten wir ein großes Problem gehabtJeder Stein wiegt 400 KiloDas Gelände nimmt langsam Gestalt anRechts ist da, wo der Daumen links ist!Auch der Müll musste versorgt sein

Rückblickend ist es schon faszinierend welche Eigendynamik diese Aufgabe entwickelte. Alle packten an unterschiedlichen Stellen mit an und arbeiteten bis tief in den Abend. Wir bedienten uns auch der Hilfe des THWs um nach Einbruch der Dunkelheit noch ein ausgeleuchtetes Gelände zum Arbeiten zu haben und vor Beginn der Aktion angefragte Unternehmen halfen uns mit Geld- und Sachspenden unsere Aufgabe zu Ende zu bringen. Abends waren wir dann immer komplett geschafft aber stolz das erreicht zu haben, was man heute zu sehen bekommt. Dass wir bei strömendem Regen knöcheltief im Dreck standen und auch noch eine Woche lang jeden Abend den Zaun des Außengeländes im Lichte eines Autoscheinwerfers Meter für Meter weitergebaut haben, lässt sich da schnell vergessen.

...und der neue Zaun nahm langsam Gestalt anJoe hatte sich taktisch klug verletzt ;-)Ohne Bagger hätten wir ein großes Problem gehabtJeder Stein wiegt 400 KiloDas Gelände nimmt langsam Gestalt anRechts ist da, wo der Daumen links ist!Auch der Müll musste versorgt seinFliesenlegen bedeutete MaßarbeitAbends braucht es wieder künstliches LichtAm Samstag war die Rutsche dranAuch neue Sichtwände haben wir gebautUnsere Arbeiten wurden kritisch beobachtetEs war wie in einem riesengroßen SandkastenDie Rutsche kam an ihren neuen StandortDie symbolischen Raketen......wurden gezündetAuch dieser Abend wurde wieder langDas letzte Erdreich wurde noch aufgeräumtDie ganze Bautruppe nac 3 Tagen ArbeitAm Sonntag wurden noch die letzten Kleinigkeiten erledigt......und das Gelände bekam etwas mulch spendiertZur Einweihung waren wir dann geduscht und umgezogen......und viele Kindergarten-Eltern waren auch gekommenBei der Einweihung......pflanzten wir noch den symbolischen Baum...Das Gelände wurde auch noch gesegnet......vor den Augen aller AnwesendenAbends gab es dann noch den offiziellen Abschluss

Für uns waren es wirklich 72 Stunden – Ohne Kompromiss. Die Aktion findet übrigens im Mai 2009 ihre Fortsetzung, dann allerdings noch größer und in komplett Westdeutschland. Vielleicht sind ja auch wir wieder mit dabei?!

Mehr Bilder von der 72-Stunden-Aktion gibt es auf der KjG-Rheinau-Internetseite.