„Ehe man tadelt, sollte man immer versuchen, ob man nicht entschuldigen kann.“
Georg Christoph Lichtenberg
Der erste Kontakt
Es war ein Morgen im August 1994 als ich plötzlich mit gepackten Koffern am Gemeindehaus in der Buchenstraße ich Rastatt stand und mir meine Eltern freudig eröffneten, dass ich jetzt 2 Wochen auf das Ferienlager der KjG Rheinau fahre. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich dort nicht ganz alleine war, den einer Cousinen war als Gruppenleiterin, einer meiner Cousins als Teilnehmer mit dabei.
Irgendwie muss es mir auch gefallen haben. Ich weiß zwar noch, dass ich damals ziemlich Heimweh hatte, aber im nächsten Jahr wollte ich dann wieder mit. Ein ein später nochmal und nochmal und nochmal. Insgesamt brachte ich es auf 6 Lagerteilnahmen als Grüppler, so werden die Kinder bei uns genannt.
Als Kind ist es denke ich die gewisse Freiheit, die man 2 Wochen lang hat. Keine Eltern, die einem den ganzen Tag sagen was zu tun ist und dahinter sind, dass ja um 22 Uhr das Licht aus ist. Natürlich übernehmen für die Dauer des Ferienlagers die Gruppenleiter diesen Part, aber zu Hause hat man ja auch nicht 50 andere Kinder, mit denen es stets kurzweilig bleibt. In einer so großen Gruppe kann man einfach Dinge machen, die sonst nie möglich sind. Zu fünfzigt in Schwimmbad, das binnen einer halben Stunde uns gehört, Nachtwanderungen und Abende am Lagerfeuer. Ich glaube es war diese vollkommene Abwechslung, die mir so gefallen hat. Und da es immer Lager auch immer gutes Essen gab, war auch dies kein Grund zu Hause zu bleiben.

