
Der 23. Mann auf dem Platz
Er wird von vielen nur als „notwendiges Übel“ betrachtet, aber ohne ihn geht beim Fußball nichts: der Schiedsrichter. Im Januar 2003 habe ich selber die Schiedsrichter-Prüfung abgelegt und pfeife seitdem im Südbadischen Fußballverband und dort in der Schiedsrichtergruppe Rastatt. Damals habe ich mich noch ein wenig überreden lassen müssen, bis heute habe ich es aber nicht bereut.
„Aller Anfang ist schwer“ - das gilt besonders auch bei der Schiedsrichterei. Denn es gehört schon mehr dazu als nur ein bisschen Ahnung vom Fußball zu haben. Wenn ich allwöchentlich auf den Sportplätzen des Bezirks oder auch drüber hinaus unterwegs bin, wundere ich mich immer wieder, was Zuschauer alles sehen können und vor allem von welcher Position aus. Wie 22 Spieler auf dem Platz versuchen auch wie als Schiedsrichter immer die beste Leistung zu bringen. Dass uns das ab und an vielleicht nicht gelingt, liegt in der Natur der Sache und macht uns doch irgendwie nur menschlich - denn Menschen machen bekanntlich Fehler.
Über ein wenig mehr Respekt würde ich mich ab und an freuen, dann würde es schließlich für alle Beteiligten noch mehr Spaß machen …
Meine Wenigkeit hat es mittlerweile als Schiedsrichter bis in die Landesliga geschafft, wie in meinem Werdegang nachgelesen werden kann.