„Schweigen ist ein Argument, das kaum zu widerlegen ist.“

Heinrich Böll

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Schiedsrichterei

Es ist bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen, so habe auch ich schon ein paar Etappen hinter mir, nach denen ich aktuell Bezirksliga-Kader-Schiedsrichter im Südbadischen Fußballverband, Bezirk Baden-Baden, bin.

Das erste Spiel

Mit so viel Regelwissen, einem schönen Schiedsrichtertrikot und viel Vorfreude ließ ich mich dann zu meinem ersten Spiel fahren. Es war ein Samstag Nachmittag und das D-Jugend-Spiel fand in Würmersheim statt. Mit dabei waren mein Vater sowie ein Bekannter, selber schon zwei Jahre Schiedsrichter.

Ich versuchte mich an das zu erinnern, was wir im Lehrgang gelernt hatten, machte mich warm, kontrollierte den Spielbericht und führte die Passkontrolle durch. Mein Bekannter meinte kurz vor Spielbeginn: "Bist du nicht nervös?". Ich wollte nicht lügen, nein, ich war eigentlich ganz gespannt und hatte mit diesem Spiel absolut keine Probleme, ein guter Einstieg in meine Laufbahn.

Ein Jahr lang pfiff ich dann so manches Jugendspiel und eignete mir nach der Regelkenntnis die wichtigen Erfahrungen an. Gerade diese erste Zeit als Schiedsrichter ist sehr wichtig und prägend für die weitere Zukunft. Man muss schon ein Interesse mitbringen, darf beim Pfeifen nicht schon daran denken, wie man seine Spesen am besten auf den Kopf hauen kann und muss auch schon ein gesundes Selbstbewusstsein mitbringen um sich nicht von außen beeinflussen oder provozieren zu lassen. Die Zuschauer haben schließlich Eintritt bezahlt und dürfen deshalb auch mal schreien – mit diesem Denken lässt sich viel leichter auf Durchzug schalten.